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Mobilität und Konsum

Die Verkehrs- bzw. Mobilitätswende soll zusätzlich zur Strom- und Wärmewende einen großen Beitrag zur Senkung unserer CO2-Emissionen leisten. Die reine Elektrifizierung des Automobils ist jedoch zu kurz gedacht. Insbesondere die Batterieherstellung erfolgt energieintensiv und meist mit kritischen Rohstoffen und der Großteil des getankten Stroms stammt nach wie vor nicht aus erneuerbaren Energien.

Daher sollte vorrangig versucht werden, den Individualverkehr zu reduzieren. Während im urbanen Raum öffentliche Alternativen wie S- und U-Bahn oder hoch getaktete Busse zur Verfügung stehen und aufgrund kurzer Wege auch der Radverkehr attraktiver ist, dominiert im ländlichen Raum immer noch das eigene Auto. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wird der ÖPNV kontinuierlich optimiert, seit zehn Jahren gibt es eine Mitfahrzentrale und auch der Radverkehr soll zukünftig stärker gefördert werden. Trotzdem ist der Motorisierungsgrad bisweilen zunehmend. 

Die Elektromobilität kann dabei eine zukunftsweisende Rolle spielen, jedoch nur bei ausreichender Verfügbarkeit regenerativen lokalen Stroms. Und dabei beschränken sich die Möglichkeiten für E-Moblilität nicht nur auf das eigene (meist größer werdende) Auto, sondern sie bietet mit (E-)Bürgerbussen, (E-)Carsharing, E-Roller, (S-)Pedelec und sonstigen elektrisch unterstützten Fahrzeugen einige Alternativen.

Elektromobilitätskonzept

Die Kreistagsgremien haben sich einstimmig dazu entschieden, die Elektromobilität im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu unterstützen, indem zunächst ein landkreisweites Elektromobilitätskonzept erstellt werden soll. Ziel ist ein koordiniertes Vorgehen im Landkreis, um den Infrastrukturausbau und die Angebotsschaffung möglichst kosteneffizient und interkommunal praktikabel zu gestalten.

Die meisten Landkreisgemeinden haben ohnehin mit der Installation erster Ladesäulen und der Anschaffung einzelner kommunaler Elektrofahrzeuge die ersten Schritte in Richtung Elektromobilität gewagt. Auch Carsharing-Fahrzeuge, beispielsweise für „Wenigfahrer“, stehen in einigen Gemeinden bereits zur Verfügung.

Informationen: www.erlangen-hoechstadt.de (> Leben in ERH > Energie & Klima > Elektromobilität)

Ladestellen in der Region: www.goingelectric.de/stromtankstellen

ÖPNV

„Mobilität für alle als Daseinsvorsorge, zur Stärkung der Infrastruktur und als wertvollen Beitrag zum Klimaschutz“

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt verfügt über ein sehr gutes und flächendeckendes Nahverkehrsangebot, das in jüngster Vergangenheit noch erheblich verbessert wurde. Das Liniennetz beinhaltet mehr als 40 Buslinien und drei Bahnverbindungen. Die Hauptachsen Richtung Höchstadt, Herzogenaurach, Weisendorf und Eckental verfügen über einen tagesdurchgängigen 30-Minuten-Takt. Auch das Angebot an Wochenenden, nachts und an Feiertagen konnte massiv gesteigert werden. Auf den Nebenachsen steht ein 60- bis 120-Minuten-Takt zur Verfügung. Rufbus-Angebote und regionale Bürgerbusse stellen in ländlicheren Teilen des Landkreises mittlerweile ein gutes Grundangebot dar. Im Endausbau wird sich die Zahl der Fahrplankilometer pro Jahr von 4,1 Mio. auf 6 Mio. erhöhen – eine Steigerung um rund 50 %. 

Im Rahmen der EU-weiten Ausschreibungen wurde außerdem festgelegt, dass nur noch barrierefreie Niederflurbusse unterwegs sind. Im östlichen Landkreisgebiet sind neben den neuen EURO VI-Bussen auch erste Teil-Hybridbusse im Einsatz. Als besonderer Service wird in den Bussen im Aischgrund sowie rund um Eckental, Heroldsberg und Kalchreuth kostenloses „Bayern-WLAN“ angeboten. 

  • www.vgn.de (> Netz & Fahrpläne > Anrufsammeltaxi > Möhrendorf)

Bürgerbusse im Landkreis

In einigen Städten und Gemeinden im Landkreis wird das Nahverkehrsangebot durch Bürgerbusse erweitert. Diese Angebote gehen in der Regel auf die Initiative von Ehrenamtlichen zurück, werden aber häufig auch durch die Kommunen mitgetragen. Genutzt werden sollen die Fahrdienste vor allem von Senioren oder Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Fahrdienste
  • Fahrdienst Baiersdorf: www.baiersdorf.de (> Leben > Ehrenamt > Senioren > Ständige Einrichtungen und Gruppen des Seniorenbeirates)
  • Flinke Liese Höchstadt: www.hoechstadt.de (> Leben > Angebote für Senioren > Seniorenbus Flinke Liese)
  • RöBUS – Ehrenamtlicher Röttenbacher Fahrdienst: www.roettenbach-erh.de (> Gemeinde > Informationen > RöBUS – ehrenamtlicher Fahrdienst)

Mitfahrzentrale MifaZ

Die Mitfahrzentrale MifaZ wird vom Landkreis Erlangen-Höchstadt finanziert. Sie vermittelt Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten in der Region. Im Internet können Sie nach Angeboten suchen oder selbst inserieren – und das alles kostenfrei.

www.erh.mifaz.de 

CarSharing Erlangen

Den Mitgliedern stehen in Erlangen und Umgebung bis zu 20 Fahrzeuge an 17 Standorten zu CSE-Tarifen zur Verfügung. Dazu zählen auch drei Elektrofahrzeuge der Elektromobilität Buckenhof – Uttenreuth – Spardorf („EM-BUS“), je ein Elektrofahrzeug in Heroldsberg und Herzogenaurach und noch bis zu fünf weitere am Erlanger Hauptbahnhof und in Tennenlohe aus dem Fuhrpark von Scouter. So können CSE-Mitglieder auch fremde Fahrzeuge als Quernutzer fahren.

Informationen: www.carsharing-erlangen.de

Weitere kommunale Carsharing-Anbieter
  • Gemeinde Bubenreuth: www.bubenreuth.de (> Leben in Bubenreuth > Pedelecs/Carsharing > Carsharing Bubenreuth)
  • Markt Heroldsberg: 
    Carsharing-Projekt der Gemeinde: www.heroldsberg.de  (> Service > Carsharing)
    Vereinsbus Heroldsberg: www.heroldsberg.de  (> Vereine und Kirchen > Vereins-Bus)
  • Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth: www.vg-uttenreuth.de (> Aktuelles > News > EM-Bus (Elektromobilität Buckenhof - Uttenreuth - Spardorf)

Radfahren im Landkreis

Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern e. V.) engagiert sich für mehr Radverkehr und damit für mehr Lebensqualität und Umweltschutz. Derzeit besteht die AGFK aus über 60 Kommunen, die durch eigene Projekte und Aktionen vor allem den Alltagsradverkehr als umweltfreundliche Nahmobilität fördern. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt gehören die Städte Baiersdorf und Herzogenaurach sowie die Gemeinde Uttenreuth zu den Mitgliedern. Die Erstbefahrung des Landkreises durch den AGFK findet im Juni 2019 statt. Außerdem wird ab Frühjahr ein Radverkehrskonzept vom Regionalmanagement erarbeitet.

www.agfk-bayern.de

Radwege und Touren

  • Informationen der Stadt Herzogenaurach: www.herzogenaurach.de (> Entdecken > Sport und Freizeit > Radfahren)

Radschnellwege

Staus auf der Autobahn, überfüllte Bahnen auf dem Weg zur Arbeit, Verspätungen – all das könnte sich für Viele in Zukunft erledigt haben, wenn die in der Region geplanten Radschnellwege weiter ausgebaut werden. Radschnellwege verbinden Städte und Gemeinden auf möglichst schnelle Weise. Sie sind durchgängig asphaltiert, möglichst gerade und eine bauliche Trennung vom Auto- und Fußgängerverkehr ermöglicht hohe Fahrgeschwindigkeiten ohne Kreuzungen. Im und um den Landkreis Erlangen-Höchstadt sind mehrere Rad-schnellwege in Planung:

  • Erlangen – Nürnberg: Radschnellverbindung parallel zur B4
  • Fürth – Erlangen: Streckenführung in Planung
  • Heroldsberg – Nürnberg: bevorzugte Strecke entlang der B2
  • Herzogenaurach – Erlangen: Streckenführung durch das Aurachtal sowie Anbindung an den Radschnellweg Erlangen – Nürnberg in Planung